Sonderpreis für AZ-Journalistin: Bücherei-Check von Stefanie Jung mit Oppenberg-Preis ausgezeichnet

Erschienen in der Mainzer Allgemeinen Zeitung
vom 04.12.2007

BERLIN Die Journalistin Stefanie Jung wurde für die Serie Bücherei-Check in der Allgemeinen Zeitung mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen ausgezeichnet. 

Von Wolfgang Mulke
"Die versiert geschriebenen und aufgrund kenntnisreicher Recherche ausgesprochen praxisnahen Artikel besitzen einen hohen Nutzwert", sagte Heinrich Meyer, Herausgeber der Neuen Ruhr Zeitung, in der Laudatio auf die 40-jährige Journalistin am Montag in Berlin. Leseratten haben mit der Serie, die zwischen Februar und April 2007 veröffentlicht wurde, alle Informationen zu den Bibliotheken in der näheren Umgebung erhalten. Die Recherche sei weit über die kommunale Ebene hinaus von Bedeutung, fand die Jury.
Die AZ-Serie ging ins Detail. Das Angebot an Büchern wurde ebenso unter die Lupe genommen wie der Fundus an neuen Medien. Für Internetzugänge oder eine übersichtliche Homepage der Bücherei gab es Pluspunkte. Auch Aktionen der Einrichtungen, die Ausstattung und der Service gingen in das Testergebnis ein. "Die Serie kam bei den Lesern gut an", sagte Jung in ihrer Dankesrede. So gut übrigens, dass der "Bücherei Check" inzwischen auch Mainzer Bibliotheken bewertete.
Stefanie Jung ist mit dem Thema Lesen von klein auf vertraut. Mit fünf Jahren lernte sie den damals in Mainz regelmäßig vorfahrenden Büchereibus kennen. An Geruch und Atmosphäre könne sich noch bestens erinnern. Der Besuch von Büchereien sei noch heute für sie und ihre drei Kinder selbstverständlich. Auf dem weihnachtlichen Gabentisch dürften bei Familie Jung noch viele Bücher Platz finden. Denn der Sonderpreis ist mit 1000 Euro dotiert.
Die Stiftung Lesen prämiert herausragende Beiträge rund um die Themen Lesekultur und Leseförderung. "Lesen ist die Schlüsselkompetenz im modernen Leben", stellte Berlins Bildungsstaatssekretär, Eckart Schlemm, bei der Preisverleihung fest. Ohne diese Fähigkeit gehe nichts. Den ersten Preis für das Jahr 2007 erhielt Focus-Redakteur Bernhard Borgeest. Der 46-Jährige bekam die mit 2 500 Euro versehene Auszeichnung für eine Reportage über das Tagebucharchiv in Emmendingen. Platz zwei ging an den Journalisten und Filmautoren Tobias Kniebe für sein in der Süddeutschen Zeitung erschienenes Feature "Heilige Schrift".